Indien-Bericht Teil 3

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Humpi! Hört sich an, wie der schlechte Name von irgendner billigen Comicfigur, ist aber ein ziemlich berühmter Ort in Indien voller Tempelanlagen und beindruckender Gesteinsformationen. Gleich am ersten Wochenende haben wir uns dahin aufgemacht, genauer gesagt erstmal nach Hesbot, wo der nächste Busbahnhof ist.

Die Fahrt dorthin war auf jeden Fall schonmal ein Abenteuer. Nach ein paar Tagen Indien wussten wir immer noch nicht, wie alles hier so abgeht und der Bus der staatlichen APS RTC Linie war auf den ersten Blick schon ziemlich .. naja, sagen wir mal abgefucked. Aber auf den zweiten Blick wars doch ganz okay. Die Sitze hatten schon einige Jahre hinter sich, konnten aber trotzdem noch verstellt werden, wodurch sich eine mehr oder weniger angenehme Schlafposition ergeben hat. Schlafen war jedoch nicht wirklich möglich, da wir über 1001 “Speedbumps” gebrettert sind, die einen jedesmal einige cm aus dem Sitz schleudern. In Städten war natürlich das obligatorische Hupen angesagt – und so ein Bus hat scheinbar nen extra Motor um dieses Ungeheuer von Hupe so richtig laut zu machen :-)

Zwischenstation gabs irgendwo an nem kleinen Restaurant, wo wir gleich Hauptattraktion waren:  Eine Gruppe Einheimischer stand mit offenem Mund um uns herum und beobachtete uns beim Essen - schon ein komisches Gefühl…
Bei der Ankunft morgens um halb 5 in Hesbot (nach knapp 11 Stunden Fahrt) waren wir irgendwie alle etwas überrascht, dass wir jetzt endlich aufstehen durften. Gleich stürmten einige Ricksha-Fahrer auf uns zu. Da der erste Bus nach Humpi erst in ein paar Stunden fahren würde, haben wir uns auf das Ricksha Angebot eingelassen, 100 Rupien (knapp 2 €) für drei Personen waren schon in Ordnung. (Das Fahrzeug war wohl bei pimp my Ride India - voll getuned und mit fettem indischen Sound!)

In Humpi sind wir gleich zur Empfehlung des Lonely Planet “Shanti Guest House”. Trotz der Tatsache, dass es erst 5 Uhr morgens war, machte uns ziemlich schnell der Besitzer auf, der uns auch ein Dreibettzimmer anbieten konnte und das auch noch für einen supergünstigen Preis von 150 Rupien (3 Euro) pro Nacht - Zimmer zwar super basic aber sauber und okay.

Am nächsten Tag haben wir dann Humpi erkundet, den großen Tempel fast direkt neben unserem Guest House und sind noch auf einige Hügel in der Umgebung geklettert. Das Wetter hat nicht wirklich so mitgespielt, es war nasskalt und regnerisch – schon komisch, knapp ne Woche vorher haben wir noch in Deutschland bei 35 Grad geschwitzt.

  

In den Tempelanlagen waren wir natürlich immer komplett barfuß unterwegs, unser Guide “Wenki” war aber immer besorgt, dass wir in keine Scherben o. Ä. reintreten – sehr nett :-) Er hat uns in extrem indischem Englisch einiges erzählt – hab sogar teilweise was verstanden.

Am nächsten Tag waren wir mit Marie aus Dänemark unterwegs, ein extrem nettes und aufgeschlossenes Mädchen aus Dänemark. Wir haben uns einige der Tempel außerhalb von Humpi angeschaut und sind viiiel gelaufen – war super entspannend und auch lustig, da wir uns den ganzen Tag auf Englisch unterhalten haben.

Höhepunkte an diesem Tag: Flussüberquerung in einer “Nussschale” und die Mitfahrt in einem Heuwagen sowie der Anblick von Mario mit extremem Sonnenbrand und stylischem Schal, den ihm Marie geliehen hatte.

Tiefpunkt: Marcus ging es plötzlich sehr schlecht und er ging vorher ins Guesthouse zurück. Abends stand dann die Rückfahrt an, diesmal im (vom Guesthouse gebuchten) privaten Bus, der um Längen besser war als der Erste. Jedoch saßen wir in der letzten Reihe, wodurch wir wieder sämtliche Speedbumps “hautnah” spürten.
Jedoch blieb am Sonntag noch ein halber Tag zum Schlafen und Ausruhen, bzw zur Vorbereitung auf unseren ersten richtigen Arbeitstag – der gleich lustig begann…

Wie es weitergeht, lest ihr im nächsten Teil :-)
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