Hintergrundmusik – wer machts?

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Beim Einkaufen frage ich mich oft: “Wer macht eigentlich die Musik, die immer im Hintergrund läuft?” – sitzt da ein Student in nem kleinen Büro und spielt den ganzen Tag mit Winamp rum? Bekommen die vorgefertigte CDs? Soll die Musik kaufanregend sein?

Die zwei Titel, die in der Zeit kamen waren: “Madonna – Like a Virgin” und “Paris Hilton – Stars are blind”… hmm.

Vorhin habe ich (zufällig) was darüber rausgefunden: Im Artikel Die Dikatur der sanften Klänge bei Zeit.de. Die Firma Muzak aus der Nähe von Amsterdam ist da wohl weltführend.

Zum Kunden kommen die fertigen Musikprogramme heute entweder via Satellit oder per Computerfestplatte. Die Preise liegen zwischen 69 und 160 Euro pro Gerät und Monat. Dem Satellitenkunden stellt Muzak eine aufwändige Empfangsanlage. Festplattenkunden bekommen von Muzak eine schlichte schwarze Kiste zum Ein- und Ausschalten, die mit den Lautsprechern sowie mit dem Internet verbunden ist. Die Programme werden dann von Muzak online aufs Gerät geladen, um im Geschäft abgespielt zu werden.

Die neun Basisprogramme sind »Klassik«, »Instrumental«, »Easy Listening«, »Soulful«, »Middle Of The Road«, der rhythmische »Pop-Dance«, der härtere »Britpop« und das mediterrane »French« sowie die metropolitane »Hitline«. Für alle Geschmäcker, Zielgruppen, Generationen und Tageszeiten etwas. »Bedarfssituationen« nennt das Tiemann, und für jede Stilrichtung kann er diese Situationen herunterbeten. Klassik? »Konservativ. Älteres Publikum. Bereich teure Clubs, Sterne-Hotels, sehr hochwertige Herrenbekleidung, alteingesessene Juweliere.« Instrumentalmusik? »Ebenfalls konservatives Publikum, aber schon ein bisschen lebendiger. Wird in Hotels gerne zum Frühstück eingesetzt, weil es so unschuldig im Hintergrund plätschert und keinen groß stört.« Middle Of The Road? »Das ist für Einzelhandelsgeschäfte und Kaufhäuser gedacht, wo eine breite Altersgruppe hingeht – von 20 bis 60. Die Jungen erreicht man über die Songs von heute, alle anderen über die 80er, 90er Jahre.« Britpop? »Das ist alles, was jung ist. Junge Mode, junge Cafés, Coffee-Shops.« Muzak ist das vertonte Mittelmaß.

Sehr interessant. Hab zwar gerad keine Lust, den gesamten Artikel durchzulesen, aber werde in Zukunft öfter mal auf diese Hintergrundbeschallung achten und vielleicht kann ich ja eins der Basisprogramme erkennen.

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  1. Basti
    Mar 10, 2007 @ 17:58:56

    Interessant… darüber hab ich mir auch schon Gedanken gemacht. :-)