Nov 13
MichiMy Life Indien
Humpi! Hört sich an, wie der schlechte Name von irgendner billigen Comicfigur, ist aber ein ziemlich berühmter Ort in Indien voller Tempelanlagen und beindruckender Gesteinsformationen. Gleich am ersten Wochenende haben wir uns dahin aufgemacht, genauer gesagt erstmal nach Hesbot, wo der nächste Busbahnhof ist.
Die Fahrt dorthin war auf jeden Fall schonmal ein Abenteuer. Nach ein paar Tagen Indien wussten wir immer noch nicht, wie alles hier so abgeht und der Bus der staatlichen APS
RTC Linie war auf den ersten Blick schon ziemlich .. naja, sagen wir mal abgefucked. Aber auf den zweiten Blick wars doch ganz okay. Die Sitze hatten schon einige Jahre hinter sich, konnten aber trotzdem noch verstellt werden, wodurch sich eine mehr oder weniger angenehme Schlafposition ergeben hat. Schlafen war jedoch nicht wirklich möglich, da wir über 1001 “Speedbumps” gebrettert sind, die einen jedesmal einige cm aus dem Sitz schleudern. In Städten war natürlich das obligatorische Hupen angesagt – und so ein Bus hat scheinbar nen extra Motor um dieses Ungeheuer von Hupe so richtig laut zu machen :-)
Zwischenstation gabs irgendwo an nem kleinen Restaurant, wo wir gleich Hauptattraktion waren: Eine Gruppe Einheimischer stand mit offenem Mund um uns herum und beobachtete uns beim Essen - schon ein komisches Gefühl…
Bei der Ankunft morgens um halb 5 in Hesbot (nach knapp 11 Stunden Fahrt) waren wir irgendwie alle etwas überrascht, dass wir jetzt endlich aufstehen durften. Gleich stürmten einige Ricksha-Fahrer auf uns zu. Da der erste Bus nach Humpi erst in ein paar Stunden fahren würde, haben wir uns auf das Ricksha Angebot eingelassen, 100 Rupien (knapp 2 €) für drei Personen waren schon in Ordnung. (Das Fahrzeug war wohl bei pimp my Ride India - voll getuned und mit fettem indischen Sound!)
In Humpi sind wir gleich zur Empfehlung des Lonely Planet “Shanti Guest House”. Trotz der Tatsache, dass es erst 5 Uhr morgens war, machte uns ziemlich schnell der Besitzer auf, der uns auch ein Dreibettzimmer anbieten konnte und das auch noch für einen supergünstigen Preis von 150 Rupien (3 Euro) pro Nacht - Zimmer zwar super basic aber sauber und okay.
Am nächsten Tag haben wir dann Humpi erkundet, den großen Tempel fast direkt neben unserem Guest House und sind noch auf einige Hügel in der Umgebung geklettert. Das Wetter hat nicht wirklich so mitgespielt, es war nasskalt und regnerisch – schon komisch, knapp ne Woche vorher haben wir noch in Deutschland bei 35 Grad geschwitzt.
In den Tempelanlagen waren wir natürlich immer komplett barfuß unterwegs, unser Guide “Wenki” war aber immer besorgt, dass wir in keine Scherben o. Ä. reintreten – sehr nett :-) Er hat uns in extrem indischem Englisch einiges erzählt – hab sogar teilweise was verstanden.
Am nächsten Tag waren wir mit Marie aus Dänemark unterwegs, ein extrem nettes und aufgeschlossenes Mädchen aus Dänemark. Wir haben uns einige der Tempel außerhalb von Humpi angeschaut und sind viiiel gelaufen – war super entspannend und auch lustig, da wir uns den ganzen Tag auf Englisch unterhalten haben.
Höhepunkte an diesem Tag: Flussüberquerung in einer “Nussschale” und die Mitfahrt in einem Heuwagen sowie der Anblick von Mario mit extremem Sonnenbrand und stylischem Schal, den ihm Marie geliehen hatte.
Tiefpunkt: Marcus ging es plötzlich sehr schlecht und er ging vorher ins Guesthouse zurück. Abends stand dann die Rückfahrt an, diesmal im (vom Guesthouse gebuchten) privaten Bus, der um Längen besser war als der Erste. Jedoch saßen wir in der letzten Reihe, wodurch wir wieder sämtliche Speedbumps “hautnah” spürten.
Jedoch blieb am Sonntag noch ein halber Tag zum Schlafen und Ausruhen, bzw zur Vorbereitung auf unseren ersten richtigen Arbeitstag – der gleich lustig begann…
Wie es weitergeht, lest ihr im nächsten Teil :-)
Je mehr Kommentare hier landen, desto früher wird dieser veröffentlicht!
Nov 09
MichiMy Life
Also bisher hab ich ja eigentlich kaum was zu aktuellen Ereignissen gesagt, aber heute kann ich mal wieder nur mit dem Kopf schütteln. Da läuft so ein Verbrecher beim einstündigen Hofgang den Wächtern weg und klettert aufs Dach. “Unklar ist, wie er das bei glatten Wänden und unerreichbaren Gittern geschafft hat” – SPIDERMAN?
Und jetzt läuft der seit über 12 Stunde da oben rum und spielt mit der Polizei Katz und Maus. Laut Psychologen ist er nicht gefährdet, Selbstmord zu begehen – na was hält die Leute dann davon ab, ihn da oben runter zu holen? Und selbst wenn er springt, hat er es nich anders verdient? Okay, ganz Deutschland würde den Sprung sehen – aber jeden Tag sind auch Bilder im TV aus dem nahen Osten, wo auch zahlreiche Menschen fast vor der Kamera sterben.
Naja, also ich könnt mich drüber aufregen – erstmal abwarten, was passiert. Ich nehme an, die warten, bis er einschläft und “überfallen ihn dann im Schlaf” - seeehr professionell! :-)
Oct 31
MichiMy Life Indien
Unsere Wohnung: Nachdem wir dann doch irgendwann abgeholt wurden, sind wir dann auch gleich zu unserem Appartment gefahren worden – Die “Lakshmi Residency”. Dort erwartete uns bereits die Freundin von Jürgen, der uns zusammen mit Nico und Srinivas in den ersten Tagen alles gezeigt hat – nochmal Danke dafür!
Wir sind dann abends ins “rechte” Appartment eingezogen, vieles mussten wir noch dazu kaufen, Teller, Spiegel, Audioboxen etc… Aber im Grunde war alles soweit okay – für Indien sicherlich eine sehr gute Wohnung.
Kurz vor unserer Reise hab ich auch noch ein kleines Video gemacht
Erste Woche: Am ersten Tag in der Firma (Dienstag) wurden wir erstmal den wichtigsten Leuten vorgestellt: Subramanyam Senior und Subramanyam Junior, die zusammen die Firma (MobileOne) und das Instititut (CMIT) leiten. Danach wurden wir quasi gleich wieder heimgeschickt, da noch nicht ausreichend PCs zur Verfügung standen – Wir sollten einfach am Montag wieder kommen. Also nochnicht mal richtig gearbeitet und schon wieder Urlaub :-) Wir haben uns dann gleich mal über Ausflüge informiert und haben dann am nächsten Tag drei Bustickets nach Hampi gekauft, worüber ich im nächsten Eintrag noch ein wenig schreiben werde. (Ein wenig hab ich darüber ja schon aus Indien geschrieben.)
Oct 24
MichiMy Life Indien
“Indien war interessant – Nicht immer schön, aber interessant..” – Das hab in den letzten Wochen zu allen Leuten gesagt, die mich über meine Erfahrung in Indien gefragt haben. Nun will ich das alles noch mal ein bisschen ausführlicher aufführen und auch ein paar Bilder zeigen – nicht alle, sozusagen ein BestOf.
Vorbereitungen: Eigentlich war das Praktikum (dank der Hilfe von Marcus!!) schnell bekommen. Ne formlose Mail mit Lebenslauf hingeschickt, ein paar Tage später hatten ic die Zusage, weitere zwei Wochen später haben wir den Flug gebucht. Was mehr Aufwand verursacht hat waren andere Sachen:
- DAAD Stipendium: Einige Formulare und Bestätigungen musste ich organisieren, letztendlich haben wir aber die Zusage bekommen und knapp 300€ Fahrtkostenzuschuss bekommen.
- Impfungen: Das war ne größere Sache! Teuer (etwa das ganze Geld vom DAAD ging drauf) und aufwendig. Ich hatte Glück, da ich schon die meisten Impfungen hatte und meine Ärztin sich bereit erklärt hatte, mehrere Impfungen auf einmal zu machen. “Eine links, eine rechts und eine in Bauch”
- Equipment: Großbestellung bei Globetrotter – unter anderem ein Moskitonetz, das ich nie benutzt habe, aber auch ein cooles Reisehandtuch, Bauch-Geldbeutel und noch einiges mehr. Nen Rucksack hatte ich vorher schon gekauft, klein (Deuter TransAlpine 30 Liter) und groß (GlobeTrotter Eigenmarke 75 Liter)
Reise: Im Ticket von Emirates war bereits ein Zugticket nach Frankfurt enthalten, also gings für mich von Blaubeuren mit dem Zug los. In Frankfurt noch kurz zum McDonalds “S’letzte Mol en gscheita Burger essa” und dann auf in den Flieger nach Dubai. Dort hatten wir einen kurzen Aufenthalt mitten in der Nacht (36°C um halb 1 nachts!) und natürlich auch den Stempel abholen um sagen zu können: “Ich war schon mal in den Vereinten Arabischen Emiraten” 8-)
Von Dubai aus gings dann lustigerweise weiter in der Business Class – haben wir natürlich sehr genossen. Nach etwa 15 Stunden sind wir dann in Hyderabad, Indien gelandet.
Ankunft: Kristine hat uns bereits am Flughafen erwartet, sie war ja bereits zwei Wochen früher nach Indien geflogen und hatte bereits einen Meditationskurs hinter sich. Überall standen auch Inder mit irgendwelchen Schildern in der Hand, auf keinem von diesen stand jedoch unser Name – nachdem wir etwa eine Stunde später angerufen haben meinten diese “ach ja, kein Problem, wir holen euch ab..” – der erste Eindruck von der indischen Lockerheit :-)
Ende Teil 1 – Teil 2 folgt bald!
Oct 19
MichiMy Life
Cool für zwischendurch:
www.linerider.de
einfach mal ausprobieren: Linien zeichnen und den Kollegen fahren lassen! :-)
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